Die FSSPX: Hätte ich je die Möglichkeit, bei den FSSPX-Leute zur Kirche zu gehen, so täte ich es gerne. Doch erst seit kurzem ist mir klar, dass sie mit einer Arroganz und Überheblichkeit ohnegleichen wirken. Und so geht das einfach nicht. Auch hier äußern sich - interessanterweise besonders Frauen - so, in erster Linie Josefa Menendez, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen und wüssten genau, dass und warum der Papst ein Antichrist ist. -
Manches in der Kirche hat sich in der Kirche in den letzten Jahrzehnten nicht zum Besten entwickelt - da hätte man gegenwirken müssen. Aber die Fehlentwicklung ist nicht in erster Linie der Kirche anzukreiden, sondern zur Zeit des II. Vatikanischen Konzils hatten wir die "Sexuelle Revolution" und die "Anti-autoritäre Erziehung", die sich in allen Bereichen negativ auswirkte; junge Leute wollten neuen Ideen folgen und frei sein von Bevormundung des Staates, der Familie, der Kirche. Das alles kam fast gleichzeitig, und ich selbst, die es miterlebte, verstand die Welt nicht mehr und was da geschah! - Ich erlebte, wie treue Priester nicht mit der Situation umzugehen wussten; gerade geweihte Priester hatten schon im Theologiestudium seltsame, neue Ideen entwickelt. Ich meine, wir waren allgemein überfordert! Aber es wurde nie ehrlich ausgesprochen. Wieviele Priester liefen damals davon und gaben auf, nicht, weil sie lieber frommer gelebt und gewirkt hätten - im Gegenteil, etliche rauschten mit ihrer Geliebten auf und davon. Somit fehlten von heute auf morgen auch Priester in den Gemeinden und Religionslehrer in den Schulen. - Ich habe eine Bekannte, die 15 Jahre jünger ist als ich. Sie hält treu zur Kirche, aber ihr Glaubenswissen ist derart dürftig, dass ich mich wundere, wie man damit als Glaubender überleben kann. Erst kürzlich erfuhr ich: genau zu ihrer Zeit fiel meist der Religionsunterricht aus. - Ich lebte immer in der Diaspora; und erst jetzt, in katholischerer Umgebung, fällt mir auf, dass Katholiken zwar treu zur Kirche standen, aber nicht so recht aus tiefster Überzeugung! Das hat sich erst in den letzten Jahren deutlich gezeigt durch die "Corona-Zeit" und durch "Missbrauchsfälle". -
Die letzten Jahrzehnte seit dem Konzil sind überhaupt nicht aufgearbeitet und haben in keiner Weise nur mit kirchlichem Fehlversagen zu tun; die ganze Gesellschaft wurde beeinflusst, aber keiner sprach darüber! Besonders Lehrer von Gymnasien ,versuchten Schüler gegen deren Eltern aufzubringen und vieles mehr. Das hatte enorme Auswirkungen, und mancher 70jährige benimmt sich heute noch so, als wäre er in der Pubertät und ein unreifer Teenager. Bei Facebook-Kommentare kann man es z. B. gut feststellen.