Kardinal Sako erklärt seine Äußerungen zur "Normalisierung des Irak"
Er sagte: "Es ist von Normalisierung die Rede, und ich erhoffe mir von der neuen Regierung, dass eine Normalisierung im Irak und mit dem Irak stattfinden wird. Der Irak ist das Land der Propheten. So wie der Talmud in Babylon geschrieben wurde, sollte die Welt in den Irak kommen und nicht woanders hin."
Der Satz wurde von einigen irakischen Medien und Politikern schnell als Befürwortung einer Normalisierung der Beziehungen zu Israel interpretiert.
An der Eucharistiefeier nahm auch der irakische Premierminister Mohammed Shia al-Sudani teil, der die Predigt später mit den Worten kommentierte: "Im Irak brauchen wir keine Normalisierung, sondern Brüderlichkeit, Liebe und Koexistenz". Er fügte hinzu, dass "Normalisierung" im irakischen Kontext mit einer "Besatzungsmacht" verbunden sei, womit er sich auf Israel bezog.
Das irakische Parlament hat 2022 ein Gesetz verabschiedet, das die Normalisierung der Beziehungen zum israelischen Staat unter Strafe stellt - einschließlich diplomatischer, politischer, wirtschaftlicher, kultureller oder anderer Beziehungen.
Kardinal Sako wies die Anschuldigung entschieden zurück.
In einem Interview mit dem irakischen Fernsehsender Dijlah TV vom 30. Dezember erklärte er, dass er das Wort "Normalisierung" als Aufruf an den Irak verstanden habe, sich kulturell und wirtschaftlich der Welt zu öffnen - und nicht, um die Beziehungen zu Israel zu normalisieren.
Er betonte, dass der Irak als "Land der Propheten" in kultureller und zivilisatorischer Hinsicht offen für die Welt sein sollte. Der Patriarch fügte hinzu, dass er aufgrund der Kontroverse Drohungen erhalten habe und bereit sei, alle Konsequenzen in Kauf zu nehmen, wenn dies bedeute, die Einheit des Irak zu schützen.
Bild: © Mazur/cbcew.org.uk, CC BY-NC-ND, AI-Übersetzung