Eine Abtei mit einer fast 900-jährigen Geschichte steht in Frankreich für rund zwei Millionen Euro zum Verkauf.
Notre-Dame de Langonnet in der Bretagne wurde im Jahr 1136 gegründet. Das Anwesen umfasst rund 5.380 Quadratmeter Gebäudefläche, eingebettet in fast 58 Hektar Wald, Wiesen und Ackerland.
Über Jahrhunderte hinweg beteten hier Zisterziensermönche und prägten die Umgebung des Klosters.
Nach den Schrecken der Französischen Revolution ließen sich im 19. Jahrhundert die Spiritaner – jene Kongregation, deren späterer Generaloberer Monsignore Marcel Lefebvre war – in Langonnet nieder.
Sie blieben fast 170 Jahre lang dort. Generationen von Missionaren durchliefen die Abtei, bevor sie nach Afrika und in andere Teile der Welt aufbrachen. Nun neigt sich dieses Kapitel dem Ende zu. Die letzten Spiritaner ziehen ab, darunter auch ältere Ordensmitglieder, die ihren Ruhestand in Langonnet verbracht hatten.
Berichten zufolge wird seit rund zwei Jahren nach einem Käufer für das Anwesen gesucht, während Versuche, eine Zukunft zu finden, die sein religiöses und missionarisches Erbe bewahren würde, bislang ins Leere gelaufen sind.
Zwei Millionen Euro klingen für 58 Hektar und eine mittelalterliche Abtei bemerkenswert wenig, doch die tatsächlichen Kosten dürften erst später anfallen. Die Instandhaltung, Restaurierung und die Suche nach einer sinnvollen Nutzung für einen derart riesigen historischen Komplex werden erhebliche Investitionen erfordern.
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