Leo befürwortet "ein stabiles Mullah-Regime", das die Würde der Menschen im Iran fast 50 Jahre mit Füßen getreten hat.
Auszüge aus dem Text von Roland Noé -
(Die Auszüge habe ich zusammengefasst oder gekürzt und einige fett markiert)
- Vatikan (kath.net/gem/rn) Inmitten der weltpolitischen Erschütterungen nach dem Sturz des Mullah-Regimes im Iran hat sich Leo über seinen offiziellen X-Kanal zu Wort gemeldet. Doch statt einhelliger Zustimmung erntete er diesmal eine Welle der Kritik.
- Viele Nutzer werfen Leo vor, die Realität von Tyrannei und notwendiger Befreiung durch eine „naive Friedensrhetorik“ zu verkennen.
- Leo auf X: „Frieden ist ein Handwerk, das Leidenschaft, Geduld, Erfahrung und Zähigkeit erfordert. Beten wir unaufhörlich für das Ende der Kriege und für eine Verständigung, die über bloße Waffenruhen hinausgeht.“
- Frauke Petry, die ehemalige AfD-Politikerin, schreibt: "Als Papst können Sie nicht ernsthaft ein stabiles Mullah-Regime befürworten, das die Würde der Menschen im Iran fast 50 Jahre mit Füßen getreten hat".
- Ein weiterer User schreibt: "Widerspruch... Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben. Mit den Mullahs funktioniert das genauso wenig."
- .... Die Kommentarspalten unter dem Post spiegeln die Zerrissenheit und den Zorn vieler User wider. Der Vorwurf, das Völkerrecht und der Friedensbegriff würden oft missbraucht, um den Status quo von Diktaturen zu zementieren, zieht sich wie ein roter Faden durch die Reaktionen.
- "Frieden mit Massenmördern ist kein Handwerk, sondern unterlassene Hilfeleistung. Die Iraner feiern heute,... weil Israel und die USA den Mut hatten, das Böse zu beenden!“, schreibt ein User.
- Ein anderer meint: "Wieder dieses vage Gerede. Wo war Ihr ‚unaufhörliches Gebet‘ und Ihr lauter Protest, als die Mullahs junge Frauen auf den Straßen hinrichten ließen? Das Völkerrecht der Mächtigen schützt nur die Despoten."
- X-Nutzer: "„Frieden ohne Freiheit ist der Frieden des Friedhofs. Wer heute zur ‚Zurückhaltung‘ aufruft, während ein ganzes Volk aufatmet, hat die Botschaft des Evangeliums von der Befreiung der Gefangenen nicht verstanden."
Der Hl. Thomas von Aquin widerspricht Leo:
- „Bellum Iustum“ (der gerechte Krieg), moralischer Maßstab - Für den Heiligen Thomas von Aquin war Krieg kein absolutes Tabu, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:
1- Autoritas Principis (Rechtmäßige Autorität): Der Einsatz von Gewalt darf nicht von Privatpersonen, sondern muss von einer rechtmäßigen Instanz ausgehen, die für das Gemeinwohl verantwortlich ist. Im aktuellen Fall sehen viele Kommentatoren in den USA und Israel jene Kräfte, die internationale Ordnung gegen ein Terrorregime verteidigen.
2- Causa Iusta (Gerechter Grund): ein Eingriff ist gerechtfertigt, wenn die Gegenseite wegen eines schweren Vergehens angegriffen wird – etwa um Unterdrückte zu befreien oder Unrecht zu rächen. Die Befreiung des iranischen Volkes von einem mörderischen Regime fällt exakt unter diese Kategorie.
3- Intentio Recta (Rechte Absicht): Das Ziel des Kampfes muss die Wiederherstellung eines wahren Friedens sein, nicht Eigenmacht oder Grausamkeit.
- Ein Friede, der nur in der Abwesenheit von Waffenruhen besteht, während ein Tyrann sein Volk abschlachtet, ist nach Thomas von Aquin kein echter Friede (Pax), sondern lediglich ein erzwungener Zustand des Unrechts. Der wahre Friede ist die „Tranquillitas Ordinis“ – die Ruhe der Ordnung, die auf Gerechtigkeit basiert.
Danke an Roland Noé!
Quelle: "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, …