Sehr bedauerlich die Entscheidung der FSSPX. Aber eine Exkommunikation liegt nicht vor, da die Piusbruderschaft sich auf einen Punkt der thomistischen Morallehre beruft - das mag sie zu Unrecht tun, aber damit fehlt ihr der böse Wille, der zu einer Exkommunikation notwendig wäre. Auch müsste eine Exkommunikation in diesem Falle erst angedroht und bei fehlendem Widerruf vom Papst ausgesprochen werden. Für einen automatischen Eintritt liegt das Thema "Abtreibung" nicht nah genug, finde ich. --- Very regrettable the decision of the FSSPX. But there is no excommunication, since the Society of Saint Pius X refers to a point of the Thomistic moral teaching - it may be doing this wrongly, but it lacks the bad will that would be necessary for an excommunication. In this case, an excommunication would first have to be threatened and, in the absence of a revocation, pronounced by the Pope. I don't think the topic of "abortion" is close enough for automatic entry.
@Klaus Elmar Müller@nujaas Nachschlag Ich habe das damals sehr bedauert, will aber jetzt nicht darauf eingehen, denn vieles ist nicht was es scheint oder hat sich mittlerweile geändert.
Die mir bekannte deutsche Fassung war jedenfalls in der scholastischen Art der moraltheologischen Argumentation geradezu klassisch. Man kann auch nicht behaupteten, daß sie die diversen Impfungen gegen Corona empfohlen hätte.
@Bethlehem 2014 Zunächst: Kennen Sie alle Ärzte der Vereinigung, daß Sie behaupten könnten, "diese sind schulmedizinisch orientiert"? Mit dem Vorstand hatte ich medizinische Fragen erörtert. Die Ansichten sind zu 100% schulmedizinisch. Ob es alle Mediziner dort sind, kann ich nicht sagen. Deshalb schrieb ich, dass man davon ausgehen kann, dass die FSSPX in dieser Richtung beraten wurde, ansonsten hätte man sich nicht positiv zur Impfung geäußert. Sodann: Wer sagt denn, daß alle schulmedizinisch orientierten Ärzte "also PRO-Impfung" sind? Das hatte ich nicht behauptet. Bekanntlich gibt es wenige Ausnahmen. Wenn ich sage schulmedizinisch orientiert = PRO-Impfung, dann entspricht das den Tatsachen! Was wird denn anderes an den Fakultäten gelehrt?! Und schließlich: Glauben Sie im Ernst, daß die Priester der FSSPX nicht selbst denken können? Was unterstellen Sie mir so einen Blödsinn? Wo hätte ich das jemals gesagt? Wenn also die Ärzte ihre (vermeintliche) Pro-Impfungs-Meinung den Priestern vorgetragen haben: glauben Sie, daß das ungefragt übernommen wird, ohne Prüfung, wie denn die Moraltheologie dazu steht? Ein Widerspruch in sich! Wie sollen Priester, die von Medizin keine Ahnung haben, medizinische Aussagen prüfen können? Der Ablauf ist logischerweise so, dass die St. Lukas Ärztever. der FSSPX darlegt, was es mit der Impfung medizinisch auf sich hat (Herstellung, Wirkung etc.) Auf Basis dessen wird ein moraltheologisches Urteil bzw. Empfehlung erstellt. Wenn die Ärzte sagen, eine Impfung rettet Leben, wird basierend darauf moraltheologisch Bezug genommen. Nun ist die Frage, ob die Impfung Leben rettet oder nicht vielmehr schädigt / tötet? Aufgrund der positivistischen Empfehlung der FSSPX kann man den Rückschluss ziehen, dass die St. Lukas Empfehlung positiv war. Wie sollte man denn aus einer vermeintlich falschen medizinischen Sicht eine falsche theologische (!) Empfehlung geben können? S. Erklärung zuvor. Wissen Sie denn gar nicht, wie viele Impfgegner es unter den FSSPX-Priestern gibt? Das hat keine Bedeutung, da eine offizielle FSSPX Erklärung abgegeben wurde. Im Übrigen gehöre ich zur FSSPX. Theologisch machen die meiner Ansicht nach alles richtig. In Sachen Medizin irren diese meiner Ansicht nach aufgrund falscher Beratung.
@Prof. Dr. Kreuzmann Wenn aber eine positivistische moralische positive Beurteilung abgegeben wird, ist das meines Erachtens ein theologischer Fehler, weil Gott ausgeschlossen und die "wissenschaftliche" Meinung den persönlichen Entscheid ausschliesst.
@Prof. Dr. Kreuzmann Da springen Sie aber gewaltige Luftsprünge! Zunächst: Kennen Sie alle Ärzte der Vereinigung, daß Sie behaupten könnten, "diese sind schulmedizinisch orientiert"? Sodann: Wer sagt denn, daß alle schulmedizinisch orientierten Ärzte "also PRO-Impfung" sind? Und schließlich: Glauben Sie im Ernst, daß die Priester der FSSPX nicht selbst denken können? Wenn also die Ärzte ihre (vermeintliche) Pro-Impfungs-Meinung den Priestern vorgetragen haben: glauben Sie, daß das ungefragt übernommen wird, ohne Prüfung, wie denn die Moraltheologie dazu steht? Wie sollte man denn aus einer vermeintlich falschen medizinischen Sicht eine falsche theologische (!) Empfehlung geben können? Wissen Sie denn gar nicht, wie viele Impfgegner es unter den FSSPX-Priestern gibt? Gott bewahre uns vor so oberflächlichen Menschen, wie Ihnen, werter Herr Professor!
Die FSSPX werden von der Ärztevereinigung St. Lukas beraten. Diese sind schulmedizinisch orientiert, also PRO-Impfung. Man kann davon ausgehen, das diese der FSSPX weisgemacht haben, dass eine Covid Impfung gut ist. Daraus schlussfolgert die FSSPX dann eine theologisch falsche Empfehlung.
Wieso denn bitteschön schlecht? Die Impfstoffe wirken sehr gut und sind sehr gut verträglich. Leider kann im Moment noch lange nicht die Rede von der ganzen Welt sein. Viele arme Länder warten dringend auf Impfstoff, aber wir werfen es ja lieber weg, weil die Impfgegener ja lieber auf irgendwelche selbsternannten Schamanen und vegane Fernsehköche hören.
@Crimson King, die Impfgegner können nun aber wirklich nichts für die Überbestellung von Vakzinen. Da hätte die Regierung mal vorher fragen können, ja müssen.
Keine Angst: damit beweist die FSSPX nur, daß sie katholisch denkt - allen Unkenrufen zum Trotz! Das ist übrigens schon seit Mooonaten bekannt - und von deren Generalhaus in Menzingen veröffentlicht. Also: nil novum sub sole...
Wenn ein Priester gefallen ist, wird er den Leuten diese Impfung schmackhaft machen. Das muss er vor dem HERRN verantworten. Da führt absolut kein Weg daran vorbei.